Altersvorsorge:
ein Thema,
das JEDEN angeht!

Herzlich willkommen in Ihrer gesicherten Zukunft!

Mit dem Leitsatz „Altersvorsorge: ein Thema, das JEDEN angeht!“ ist es unser Anliegen, Sie zu unterstützen.

Ob optimiert, garantiert, gefördert oder privat – die Altersvorsorge hat viele Facetten und wird zunehmend wichtiger für JEDEN von uns! Wir wollen Ihnen einen Überblick geben und Sie mit der wichtigen Angelegenheit vertraut machen, damit Sie Ihre Zukunft sichern können. Haben Sie das gesamte Vorsorge-Potenzial bereits ausgeschöpft? Ist Ihre Rente gesichert?

Wir helfen Ihnen gerne und geben Antworten auf zahlreiche Fragen rund um die Altersvorsorge!

Rechnungszins

Höchstrechnungszinssenkung

Eventuell haben Sie durch die mediale Berichterstattung bereits erfahren, dass in einigen Bereichen von der Senkung des Garantiezinses oder des Höchstrechnungszinses gesprochen wird. Vom Gesetzgeber selbst wurde nun festgelegt, dass zum 01.Januar 2022 diese Senkung von derzeit 0,9% auf 0,25% durchgeführt wird. Die letzte Absenkung fand übrigens im Jahr 2017 von 1,25% auf 0,9% statt.

Was ist eigentlich der Rechnungszins?

Hierrunter versteht man den Zinssatz, der bei der Festlegung der Beiträge bei fondsgebundenen Vorsorgeprodukten mit Garantieleistungen maximal zugrunde gelegt werden kann. Der Zinssatz ist hierbei innerhalb der Vertragswerke für die Versicherer zwingend festgelegt und darf nicht überschritten werden. Nach unten hin kann der Versicherer selbst entscheiden. Prüfen Sie am besten hierzu Ihre Vertragsunterlagen oder wenden Sie sich direkt an Ihren Berater.

Hauptsächlich wird der Zins für die Erstellung von Beitragsgarantien und stabile Beiträge in den einzelnen Produkten in der Kalkulation berücksichtigt.

Dazu später mehr.

Warum dann eine Senkung?

Bereits im Jahre 2019 wurde seitens der deutschen Aktuar Vereinigung empfohlen, den Höchstrechnungszins zum 01.01.2021 zu senken. Im Gespräch war damals eine Senkung auf 0,5%. Dies beruht auf der über 5 Jahre anhaltenden 0% Zinspolitik der europäischen Zentralbank. Auslöser war die Finanzmarktkrise 2008/2009, die eine anhaltende Absenkung des Referenzzinses der EZB zur Folge hatte.

Mit Sicherheit spielt auch die noch anhaltende pandemische Lage in Europa und der Welt eine Rolle.

Welche Vorteile können Sie sich noch in 2021 sichern?

  • 100% Garantie für Ihre eingezahlten Beiträge
  • Höherer Rechnungszins, möglicherweise auch für Zuzahlungen, Sonderzahlungen und Dynamiken in den kommenden Jahren
  • Höherer Rentenfaktor für Ihr erreichtes Kapital
  • Beitragsvorteile in den Risikotarifen von bis zu 10%

Wie können Sie sich die Vorteile sichern?

Sprechen Sie Ihren Berater auf Ihre Möglichkeiten an und er wird Sie kompetent und fair zu Ihren Optionen informieren!

Geförderte Altersvorsorge

Riester

Konkret sieht die Situation bei der Riesterrente so aus, dass die Produkte, wie sie heute bekannt sind, in der aktuellen Form nicht mehr verfügbar sein werden. Wichtigster Punkt hierzu ist mit Sicherheit, dass ausgesprochene Beitragsgarantien, falls überhaupt noch realisierbar, wesentlich teurer sein werden.

Stand heute ist die Riester-Versorgung insbesondere für Frauen eine attraktive und finanziell interessante Lösung, um bestehende Lücken in der Altersversorgung zu schließen.

Nutzen Sie alle Vorteile der Riester-Rente noch in diesem Jahr – informieren Sie sich am besten gleich hier!

Betriebliche Altersversorgung

Die betriebliche Altersversorgung wird wesentliche Änderungen für Arbeitgeber erfahren. Insbesondere wird es für die Zusage der eingezahlten Beiträge zum Rentenbeginn durch den Arbeitgeber keine geeigneten Produkte mehr geben.

Damit sind Arbeitgeber stark gefordert entsprechende arbeitsrechtliche Maßnahmen und Umstellungen vorzunehmen, damit Sie auch ab dem 01.01.2022 rechts – und haftungssicher aufgestellt sind.

Basisrente

Da die Basis Rente vom Gesetz her keiner Garantiehöhe unterliegt, gibt es die maximale Auswirkung auf die Höhe des Rentenfaktors bei Investment basierten Produkten.

Sollte eine garantierte Leistung zum Rentenbeginn gewünscht werden, ist zu beachten, dass es die 100% der eingezahlten Beiträge nicht mehr geben wird.

Aber auch bei Produkten ohne Garantien spielen der hinterlegte Zins und dessen Absenkung eine zentrale Rolle, wenn es um die Kalkulation der Beiträge durch die Rentenfaktoren geht.

Private Altersvorsorge

Durch die Senkung des Rechnungszinses können Beitragsgarantien erst nach sehr viel mehr Jahren als heute von Versicherern erfüllt werden. Damit würden Mindestlautzeiten entstehen, die für die Mehrzahl der Kunden nicht mehr attraktiv sein werden.

Warum Sie jetzt mit der privaten Vorsorge starten sollten, bevor der Rechnungszins sinkt?
Wir machen es Ihnen am Beispiel von Jan (27) deutlich:

  • Er entscheidet sich jetzt für eine fondsgebundene Rentenversicherung.
  • Er zahlt über eine Laufzeit von 40 Jahren 100 Euro monatlich ein.
  • Weil er frühzeitig handelt, sichert er sich einen Rechnungszins von 0,9%.
  • Würde er seine Entscheidung auf das nächste Jahr schieben und der Rechnungszins sinkt auf 0,25%, muss er mit deutlich weniger Extrageld rechnen – bei gleichem Monatsbeitrag.

So bekommt er mehr Extrageld im Alter – bei gleichem Monatsbetrag!

Existenzabsicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Hier wird seitens der Versicherer auf eine Risikokalkulierung gesetzt, bedeutet, dass in jungen, „gesunden“ Jahren mehr Beiträge bezahlt werden, um später bei steigendem Alter diese stabil zu halten. Versicherer sprechen hier von einer „Überhangkalkulation“.

Diese „Überhänge“ werden momentan noch mit 0,9% verzinst. Wird der Zins nun ab 01.01.2022 auf 0,25% gesenkt, bedeutet das für die Versicherer, dass die Höhe des „Risikobeitrages“ zur Bildung der notwendigen Überhänge steigen muss. Sonst kann die Beitragsstabilität über die Vertragslaufzeit nicht mehr gewährleistet werden. Ihr Beitrag zu Vertragsbeginn wird also teurer.

Was bedeuten denn nun die oben dargestellten Änderungen für Sie und Ihren Versicherungsschutz ab dem 01.01.2022?
Wir machen es Ihnen am Beispiel von Anna (25) deutlich:

  • Sie schließt eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Absicherung von 1.000 Euro monatlich noch in diesem Jahr ab.
  • Sie entscheidet sich für eine Dynamik von 3%.
  • Weil sie frühzeitig handelt, sichert sie sich einen Rechnungszins von 0,9% und kann damit eine beträchtliche Summe sparen.
  • Würde sie ihre Entscheidung auf das nächste Jahr schieben und der Rechnungszins sinkt auf 0,25%, muss sie für ihre Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich mehr ausgeben – bei gleicher Leistung.

So hätte sie mehr Kosten für ihre Absicherung - bei gleicher Leistung!

FAQ Riester - die wichtigsten Fakten zur Riester-Rente

Die Vorteile der Riester-Rente:

  • Zulagen sichern: Jährliche Zulagen wie die Grund- und Kinderzulage vom Staat erhalten.
  • Steuerlast senken: Ihre Beiträge steuerlich absetzen und Ihre Steuerlast senken können.
  • Breite Auswahl: Aufgrund unterschiedlicher Varianten eine breite Auswahl an Vorsorgemöglichkeiten haben.

  • Was ist die Riester-Rente?

    Die Riester-Rente wurde 2002 im Zuge der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt. Damit die Rentenversicherung auch noch für jüngere Generationen bezahlbar ist, beschloss die Regierung das Rentenniveau zu senken. Seitdem müssen Sie die dadurch entstehende Versorgungslücke mit einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge ausgleichen. Um Verbraucher zum Abschluss einer entsprechenden Vorsorge zu motivieren, unterstützt der Staat seit mehr als 15 Jahren Vorsorgesparer mit einer Riester-Rente auf zwei verschiedenen Wegen: Zulagen und Steuervorteile. Abhängig von der Zulagenhöhe und Ihrem Einkommen können Sie auch schon mit kleinen monatlichen Beiträgen Ihr finanzielles Polster für Ihren Ruhestand aufbauen.

  • Wie funktioniert die Förderung?

    Die staatliche Förderung gibt es nur für zertifizierte, vom Staat anerkannte Riester-Anlagen; der Vertrag muss eine Prüfnummer und einen Verweis auf die Zertifizierung enthalten.

    Es gibt drei verschiedene Arten der Zulagen: Grundzulage, Kinderzulage, Berufeinsteigerbonus. Die Zulagen müssen jährlich vom Versicherer bei der Zulagenstelle für Altersvermögen beantragt werden. Dazu müssen Sie bei ihm einen Antrag stellen. Alternativ können Sie dem Anbieter eine Vollmacht für einen Daueranlagenantrag erteilen, sodass dieser jedes Jahr automatisch Ihren Zuschuss beantragt.

    Darüber hinaus können die Beiträge in der Anlage AV in der Steuererklärung geltend gemacht werden – bis zu 2.100 EUR im Jahr. Allerdings: Von der Steuerersparnis wird der Anspruch auf Zulagen wieder abgezogen. Das verringert die steuerlichen Effekte vor allem, wenn die Zulagen verhältnismäßig hoch ausfallen, etwa bei vielen Kindern. Deutlichere Steuererleichterungen können zum Beispiel alleinstehende Besserverdienende erreichen - die dafür allerdings auch einen entsprechend höheren Eigenbeitrag in ihren Riester-Vertrag leisten müssen. Das Finanzamt prüft in jedem Fall, ob der Steuervorteil höher ist als die individuelle staatliche Zulage. Ist dem so, wird die Differenz durch eine Steuerrückzahltung erstattet.

  • Wer profitiert am stärksten von der staatlichen Förderung?

    Am stärksten profitieren Geringverdiener und Familien. Bei ihnen fällt die Förderquote besonders hoch aus, also der Anteil der staatlichen Zulagen am gesamten Sparvermögen. Verbraucherschützer empfehlen vor allem dieser Gruppe, einen Riester-Vertrag abzuschließen. Wer mehr verdient, ist mit anderen Formen der Geldanlage oft besser beraten.

    Ein paar Beispielrechnungen:

    Ein Alleinverdiener mit einem Jahreseinkommen von 50.000 EUR muss insgesamt 2.100 EUR (4% seines Einkommens) in den Riester-Vertrag fließen lassen, um die maximale Förderung über 175 EUR zu bekommen. Weil die Zulage angerechnet wird, muss er 1.925 EUR pro Jahr selbst aufbringen. Die staatliche Förderquote beträgt 38%.

    Hat dieser Riester-Sparer zwei Kinder (vor 2008 geboren), reduziert sich der Betrag auf 1.555 EUR pro Jahr. Denn pro Kind erhält er eine Zulage von 185 EUR. Förderquote: 31%. 

    Ein Alleinverdiener mit einem Jahreseinkommen von 20.000 EUR muss für die maximale Zulage 646 EUR selbst aufbringen (Förderquote: 26%); mit zwei Kindern sogar nur 255 EUR (Förderquote: 68%).

    Auch Kindererziehende ohne sozialversicherungspflichtiges Einkommen können riestern. Sie müssen lediglich den festgelegten Sockelbetrag sparen, also 5 EUR pro Monat. Eine Mutter mit zwei Kindern, die nichts verdient, erhält so 545 EUR staatliche Zulagen, während sie nur 60 EUR pro Jahr aufbringen muss. Förderquote: 89,73%.

    Zu beachten sind allerdings noch Kosten und Gebühren, die je nach Vertrag unterschiedlich hoch ausfallen. Sie können die Förderquote im Einzelfall stark verringern.

  • Für wen ist die Riester-Rente geeignet?

    Die Riester-Rente eignet sich aufgrund der Zulagen für jede Person. Diese können ein wahrer Renditeturbo sein. Dazu ist es wichtig, jedes Jahr die volle Förderung zu kassieren. Da Familien mit Kindern durch die Kinderzulagen zusätzlich unterstützt werden, lohnt sich diese private Altersvorsoge vor allem für sie beziehungsweise Alleinerziehende. Gutverdiener können sich hingegen über die Steuervorteile eine weitere Förderung des Staates sichern. Geringverdiener profitieren davon, dass sie die Zulagen schon mit einem geringen Beitrag erhalten können. Wichtig ist: Die perfekte Riester-Rente gibt es nicht von der Stange. Eine individuelle Beratung zu der Rentenversicherung mit staatlicher Unterstützung ist daher wichtig.

    Auch wenn sich die Riester-Rente für jeden lohnt, solange sich die Gebühren des Versicherers in Grenzen halten, kann nicht jeder einen geförderten Vertrag abschließen. Ausgeschlossen sind Personen, die keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

    Förderberechtigt sind demzufolge:

    • Arbeitnehmer, Auszubildende, Bundesfreiwilligen­dienstleistende und Studierende mit einem rentenversicherungs­pflichtigen Minijob
    • Pflichtversicherte Selbstständige
    • Beamte, Soldaten, Richter
    • Bezieher von ALG I oder II oder Krankengeld
    • Erwerbsgeminderte, erwerbsunfähige und dienstunfähige Personen

    Bei Ehepaaren ist es außerdem möglich, dass ein Ehepartner dennoch Zulagen erhält, obwohl er nicht zum berechtigten Personenkreis gehört. Dazu muss der andere Ehepartner ebenfalls eine Riester-Rente haben.

    400 €-Jobberinnen und Hausfrauen
    Hausfrauen haben die Möglichkeit, sich durch einen reinen Zulagenvertrag eine geringe Zusatzrente aufzubauen.
    Voraussetzung: Der Ehepartner muss rentenversicherungspflichtig sein.

    Mit einem 400 €-Job besteht die Möglichkeit, eine Rieste-Rente abzuschließen, sofern der pauschale Arbeitgeberbeitrag zur Rentenversicherung von 15% auf 19,9% aufgestockt wird.

  • Was ist der Mindesteigenbeitrag?

    Die Höhe der Förderung ist abhängig von Ihren eingezahlten Beiträgen. Zahlen Sie weniger als 4% Ihres Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen in Ihren Vertrag ein, erhalten Sie nicht den vollen Zuschuss. Sie sollten daher regelmäßig überprüfen, ob Ihr Beitrag zur Riester-Rente ausreicht, um sich 100% der Zulagen zu sichern. Anpassungen können beispielsweise nach einer Gehaltserhöhung oder einem Jobwechsel notwendig werden.

    Unabhängig davon müssen Versicherte mindestens 60 EUR im Jahr in ihren Vertrag einzahlen. Zwei Beispiele zeigen, wie sich der Mindesteigenbeitrag für die Riester-Rente konkret zusammensetzt:

  • Was ist der Sockelbetrag?

    Riester-Sparer müssen mindestens 5 EUR monatlich in ihren Vertrag einzahlen, also 60 EUR im Jahr. Dies ist der sogenannte Sockelbetrag. Er ist nicht zu verwechseln mit dem oben erläuterten Mindesteigenbeitrag, den der Sparer leisten muss, um die maximale Förderung zu bekommen. Das heißt: Auch Sparer mit hohem Einkommen können schon mit 60 EUR pro Jahr "riestern", bekommen dann aber nicht die vollen Zulagen, da sie ja nicht den errechneten Mindesteigenbeitrag zahlen. Andererseits müssen auch Riester-Sparer mit sehr geringem Einkommen mindestens 60 EUR jährlich zahlen - selbst wenn ihr errechneter Mindesteigenbeitrag unter dieser Summe liegt. Ausgenommen von dieser Regelung waren früher die sogenannten mittelbar zulagenberechtigten Riester-Sparer - also solche, die zwar selbst nicht förderberechtigt sind, aber mit einem förderberechtigten Partner verheiratet sind. Diese Gruppe bekam die staatlichen Zulagen ganz ohne Eigenbetrag. Seit Anfang 2012 müssen nun auch mittelbar zulagenberechtigte Riester-Sparer den Sockelbetrag von 60 EUR im Jahr zahlen.

  • Kann man die Sparbeiträge verändern?

    Ob erhöhen oder verringern: Jederzeit kann ein Riester-Sparer seine Beiträge verändern - oder sie sogar ganz aussetzen. Wohlgemerkt: Das hat natürlich Einfluss auf die Höhe der staatlichen Zulagen und die Steuerersparnis. Eventuell können bei einer Veränderung der Sparquote einmalige Kosten anfallen. Das hängt vom Vertrag ab und sollte unbedingt vor Abschluss überprüft werden. Wer mehr als den staatlich geförderten Mindesteigenbeitrag einzahlen will, sollte vorher den Rat eines Steuerberaters einholen.

  • Welche Formen der Riester-Rente gitb es?

    Sie können auf unterschiedliche Weise riestern. Am bekanntesten sind klassische Verträge. Hinzu kommen Riester-Fondssparpläne und fondsgebundene Rentenversicherungen. Beide eignen sich im Normalfall nicht für Verbraucher, die weniger als 20 bis 25 Jahre bis zum Ruhestand haben. Außerdem gibt es Riester-Banksparpläne und den sogenannten Wohn-Riester. Dieser ist für Sie interessant, wenn Sie ein Eigenheim bauen oder kaufen wollen.

    Welche Form der Riester-Rente für Ihr Sparverhalten am besten ist, lässt sich pauschal nur schwer sagen. Es ist daher ratsam, die Varianten zusammen mit einem Experten zu vergleichen. Dieser weiß in der Regel aus Erfahrung, welche Option am besten zu Ihnen passt.

    Diese Möglichkeiten haben Sie bei der Riester-Rente:

    Klassische Riester-Rente:
    Sie wissen bei Vertragsabschluss bereits, wie hoch Ihre garantierte Rente im Alter ausfällt. Die Versicherer können das Geld der Kunden jedoch kaum in renditereichen Anlagen investieren, sodass sich die private Rente in Zeiten der Niedrigzinsphase kaum durch Zinsgewinne erhöht.

    Fondsgebundene Riester-Rente:
    Je nach Vertrag garantieren Anbieter meist nur, dass Sie Ihre eingezahlten Sparbeiträge zurückerhalten. Die Unternehmen sind allerdings freier bei der Anlagestrategie und können die Höhe der Rente durch eine passende Fondsauswahl deutlich steigern. Ob dies tatsächlich eintritt, entscheidet am Ende der Aktienmarkt.

    Riester-Fondssparplan:
    Hier gibt es nur sehr wenige Anbieter, die einen Riester-Fondssparplan anbieten. In der Regel fallen für den Fondssparplan niedrigere Kosten als bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung an. Allerdings unterliegen die erzielten Gewinne einer anderen, schlechteren Versteuerung. Zudem müssen Anleger ein Depotkonto eröffnen, was zusätzliche Gebühren verursacht.

    Riester-Banksparplan:
    Er ist eine kostengünstige Variante des Riesterns. Allerdings bieten nur noch wenige Banken diese Vorsorgeform an. Sparer haben stets einen guten Überblick über ihr Guthaben. Allerdings schwankt die Verzinsung.

    Wohn-Riester:
    Wollen Sie eine eigene Immobilie finanzieren, fließen die Zulagen von aktuell 175 EUR direkt in die Tilgung eines Kredits oder in einen Bausparvertrag. Allerdings darf das Eigentum nur selbst genutzt und innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nicht verkauft werden.

  • Wie sicher sind Riester-Anlagen?

    Alle Riester-Varianten eint: Zu Rentenbeginn werden auf jeden Fall die selbst eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen garantiert. Dazu kommen noch die Renditen, die je nach Variante unterschiedlich hoch ausfallen - aber nicht garantiert sind. Außerdem sind staatlich geförderte Riester-Verträge während der Ansparphase pfändungssicher. (Ausnahme: Beiträge, die über dem Mindesteigenbeitrag liegen.) Wichtig ist aber zu wissen, dass die Riester-Anbieter den Vertrag mit Abschluss- und Verwaltungskosten belasten. Und die können gerade bei Versicherungen immens sein - und sind leider für den Laien oft undurchschaubar.

  • Wie hoch sind die garantierten Renditen?

    Eine garantierte Rendite gibt es nur bei Riester-Versicherungen: Bis Ende 2016 betrug der Garantiezins auf das Sparvermögen 1,25%. 2017 wurde er auf 0,9% pro Jahr gesenkt, Anfang 2022 soll er auf 0,25% sinken. Dieser Garantiezins gilt aber nur für Neuverträge. Der Garantiezins ist ein Höchstzins - er besagt also nur, bis zu welcher Höhe der Versicherer dem Kunden eine Garantie bieten darf. Theoretisch könnte ein Versicherer also auch einen geringeren Zins zusagen. Das tut aber niemand. Denn der Wettbewerbsdruck der Branche zwingt die Anbieter, sich an den Garantiezins zu halten. Einmal garantiert, ändert sich dieser Satz nicht - nicht wenn das allgemeine Zinsniveau sinkt, aber leider auch nicht, wenn es steigt. Außerdem wird der Garantiezins nur auf den Sparanteil gewährt, heißt also auf die Einzahlung des Sparers abzüglich Abschluss- und Verwaltungskosten und eine Risikoprämie für den Hinterbliebenenschutz.

    Über die Verzinsung des Sparanteils hinaus gewähren die Anbieter noch laufende Überschussbeteiligungen. Diese fielen in der jüngsten Vergangenheit wegen der Turbulenzen an den Kapitalmärkten aber immer geringer aus. Auch die sogenannte Schlussüberschussbeteiligung am Ende der Einzahlphase ist nicht garantiert, kann also wegfallen.

    Die Rendite bei Fonds hängt natürlich maßgeblich von der Entwicklung der Börsen und Anleihenmärkte ab - und vom Geschick der jeweiligen Fondsmanager. Garantiert ist hier keinerlei Gewinn. Auf lange Sicht (mindestens zehn Jahre Fondssparen) ist die Chance auf einen attraktiven Wertzuwachs aber hier am größten.

    Auch beim Banksparen gibt es keine festgelegte Rendite. Die Anbieter richten die Zinsen, die sie dem Kunden gewähren, mehr oder weniger eng an der Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus aus.

  • Kann man mehrere Verträge abschließen?

    Rentenverträge kann man natürlich so viele abschließen, wie man will. Aber die staatlichen Förderung gibt es für nur für zwei Riester-Verträge, auf die man die Zulagen verteilen kann.

  • Kann man später den Anbieter wechseln?

    Grundsätzlich schon, das ist allerdings - je nach Variante - mit zum Teil erheblichen Kosten verbunden und bedeutet mitunter ein Verlustgeschäft. Teuer ist der Wechsel insbesondere bei der Riester-Rentenversicherung, weil der Versicherer die Abschlusskosten für die gesamte Laufzeit auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt. Kündigung und Wechsel des Anbieters lohnt sich also nur sehr schnell nach dem Abschluss und nicht später nach einigen Jahren, wenn bereits die vollen Abschlusskosten verrechnet wurden. Mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz, das Mitte 2013 in Kraft getreten ist, hat der Gesetzgeber die Wechselkosten begrenzt. Beim alten Anbieter werden die Kosten auf maximal 150 EUR gedeckelt, der neue Anbieter darf maximal 50% des übertragenen Kapitals für die Berechnung der Abschluss- und Vertriebskosten heranziehen.

    Eine Alternative für Kunden, die mit ihrem Anbieter unzufrieden sind: Sie können den Vertrag ruhen lassen und zusätzlich einen neuen abschließen. Gefördert werden bis zu zwei Riester-Verträge, auf die der eigene Zulagenanspruch verteilt werden kann. Aber: Mit großer Sicherheit verlangt auch der neue Anbieter Abschlusskosten. Besitzer eines Fonds-Sparplans wechseln am besten in guten Börsenjahren - dann bringt das Investment einen besseren Preis.

  • Kann man einen Riester-Vertrag komplett kündigen?

    Das ist möglich, aber es droht ein Verlustgeschäft. Denn sämtliche staatlichen Zulagen und Steuerersparnisse müssen dann zurückgezahlt werden. Zusätzlich können Stornokosten anfallen, außerdem erhält man bereits gezahlte Kosten zum Beispiel für den Abschluss nicht zurück. So gilt auch hier: Vertrag lieber ruhen lassen.

  • Ab wann wird die Riester-Rente ausgezahlt?

    Wer bis Ende 2011 einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, kann sich seine Rente ab Vollendung des 60. Lebensjahrs auszahlen lassen. Für Neuverträge ab 2012 gilt: Die Auszahlung beginnt nicht vor dem 62. Lebensjahr.

  • Bis zu welchem Alter wird die Rente ausbezahlt?

    Egal wie alt Sie werden - die Riesterrente wird bis zum Lebensende bezahlt. Allerdings gehen die Anbieter in ihren Berechnungen meist von einer extrem hohen Lebenserwartung aus - entsprechend reduziert sich die monatliche Rente.

  • Was ist bei der Auszahlung zu beachten?

    Zu Rentenbeginn haben Sie die Möglichkeit, sich bis zu 30% Ihres aufgebauten Riester-Polsters auf einen Schlag auszahlen zu lassen. Wer mehr will, muss die erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Der Rest erfolgt als lebenslange monatliche Rentenauszahlung. Haben Sie die Riester-Rente in Form einer Betriebsrente vereinbart, werden auf die private Rente volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fällig.

    Steuervorteile, die sich in der Ansparphase ergeben, holt sich der Staat später zum Teil wieder zurück. Denn in der Auszahlungsphase wird die Riester-Rente zu 100% mit dem individuellen Steuersatz besteuert. Eine Riester-Rente von 150 EUR monatlich beispielsweise erhöht das steuerpflichtige Jahreseinkommen dann um 1.800 EUR. Wie viel dabei an den Staat fließt, hängt vom persönlichen Steuersatz ab. Da das Gesamteinkommen der Versicherten im Rentenalter allerdings oftmals kleiner ausfällt als während des Erwerbslebens, profitieren die meisten von ihnen durch die sogenannte nachgelagerte Besteuerung aufgrund eines niedrigeren Steuersatzes.

  • Wie vererbt man eine Riester-Rente?

    Die Riester-Rente ist zwar vererbbar - aber mit Einschränkungen. Nur der (dauerhaft nicht getrennt lebende) Ehegatte des verstorbenen Riester-Sparers darf das angesparte Guthaben inklusive staatlicher Zulagen und steuerlicher Förderung übernehmen. Dafür muss er es in einen eigenen Riester-Vertrag übertragen. Alle anderen Erben müssen im Regelfall die staatliche Förderung zurückzahlen und die Erträge nachträglich versteuern. Um ihre Erben abzusichern, müssen Inhaber einer Riester-Rentenversicherung außerdem besondere Konditionen vereinbaren. Bank- und Fondssparpläne können bis zum 85. Lebensjahr meist relativ problemlos vererbt werden. Danach ist aber die Umwandlung in eine lebenslange Rente Pflicht - das Geld fließt dazu in eine Versicherung. Vererbt werden kann dann nur noch, wenn eine entsprechende Rentengarantiezeit oder ein Hinterbliebenenschutz vereinbart wurden. Und solche Vertragsklauseln haben wiederum ihren Preis.

  • Was passiert bei Arbeitslosigkeit?

    Selbst im Falle einer Arbeitslosigkeit braucht man sich nicht um die Riester-Rente zu sorgen: Diese ist nämlich Hartz IV-sicher. Somit wird das angesparte Kapital nicht angegriffen. Des Weiteren besteht bei finanziellen Engpässen natürlich auch die Möglichkeit, die Beiträge zur Riester-Rente auszusetzen.